Die Finanzkrise und eine eingetrübte Konjunkturentwicklung lenken den Blick auf die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen. Die weltweite Vernetzung, breit gefächerte Lieferketten und eine internationale Expansion bieten Chancen, aber vor dem Hintergrund des starken Euros auch Risiken. Ein besonderes Augenmerk liegt deshalb auf einer präzisen Planung der Nachfrage, damit einerseits keine unnötig hohen Warenbestände angelegt werden, andererseits aber auch alle Absatzchancen in profitablen Umsatz umgemünzt werden können.
Mit einer präzisen Nachfrageplanung, die nicht auf Annahmen und Vermutungen, sondern auf fundierten Informationen beruht, lassen sich bessere Geschäfte machen. Laut Wirtschaftswoche (17.10.2007) „ergab eine Untersuchung mit zigtausend Konsumenten in fast 30 Ländern, dass zwei von fünf Verbrauchern auf einen Einkauf verzichten oder in einen anderen Laden gehen, wenn etwa der gewünschte Joghurt oder MP3-Player nicht vorrätig ist. Greifen die Kunden zu einem anderen Produkt, dann zumeist nach einem billigeren. Insgesamt gehen den Händlern, die ihre Lücken in den Regalen nicht rechtzeitig füllen, dadurch 50 Prozent des möglichen Umsatzes verloren. Auch die Hersteller, die mit der versprochenen Lieferung nicht nachkommen, haben viel zu verlieren. Denn die Handelsriesen verlangen Strafzahlungen, wenn ihre Regale trotz Bestellungen leer bleiben. McKinsey-Berater rechnen damit, dass Industrieunternehmen im Schnitt die Hälfte ihrer Bruttomargen einbüßen, wenn sie das Porzellangeschirr oder den Fernseher fürs Weihnachtsgeschäft zu spät liefern“. Hinzu kommt, dass mit einer präzisen Nachfrageplanung auch erhebliche Transport- und Lagerkosten eingespart werden können.